Hotel/Residence Egger

Kultur & Sehenswürdigkeiten

 
Das Dorfbild von Villanders
 

 

Die Geschichte der Berggemeinde Villanders hat sehr alte Wurzeln; zahlreiche Reste von Wallburgen, archäologische Ausgrabungen und Funde aus der Jungstein- und Römerzeit weisen auf die vorgeschichtliche Besiedlung hin. Villanders selbst ist, neben seiner einladenden Gastlichkeit, reich an Kunst, Kultur und Brauchtum. Unverwechselbar für das Dorfbild ragen zwei schlanke gotische Türme in den blauen Himmel, die Kirchen bergen interessante Kunstwerke verschiedener Stilrichtungen und stattliche Häuser umrahmen malerisch die alte Dorfgasse.
 
 
 
Die Weltkugel auf dem Villanderer Berg auf 2509 m 
 
 
 
 
 
Der schönste Friedhof Südtirols  
 
 
 
 
 
 
Das Pfunderer Bergwerk und der Elisabeth-Stollen
 
 



Das Silberbergwerk Villanders am Pfunderer Berg bei Villanders war im Mittelalter eines der bedeutesten Bergabbaugebiete Tirols. Nach seiner Stilllegung Anfang des 20. Jahrhunderts geriet es in Vergessenheit, doch Dank der Arbeit des Kultur und Museumsvereines Villanders wurde das Bergwerk in den letzten Jahren renoviert und kann nun auch von der Öffentlichkeit besichtigt werden.


Im „Pfunderer Bergwerk“, das im Jahre 1140 erstmals erwähnt wurde, wurden seit dem frühen Mittelalter bis vor kurzem –Silber-, Kupfer- und Bleierze abgebaut. Das Gebiet ist für Mineraliensammler heute noch eine interessante Fundgrube.


Der ELISABETH-STOLLEN ist 1670 m lang und 1292 m hoch gelegen. Innerhalb eines Höhenunterschiedes von 750 m wurden im Pfunderer Bergwerk 16 Stollen eingetrieben. Das gesamte Streckennetz misst 16,5 km, wobei davon 2/3 handgeschlagen und 1/3 mit Sprengpulver (Schwarzpulver) vorangetrieben wurden. Die Bergknappen mussten meist kniend und liegend auf dem Rücken (Schurfeinbau) ihre Arbeit verrichten; sobald auf eine größere Erzlagerstätte gestoßen wurde, musste der Stollen für den Abtransport des Erzes oder des tauben Gesteins vergrößert werden. Der Abtransport des Erzes wurde mit Kübeln oder Karren (Hund) getätigt. Auf einer Rolle (Rutsche) wurde das Gestein vom Mittelstollen nach unten in den Förderstollen geschüttet. Ein Kübel Erz wog an die 56 kg. Die Lebenserwartung eines Bergknappen lag zwischen 35 und 40 Jahren.


Der Kultur und Museumsverein organisiert Führungen mit Einzelpersonen oder auch Gruppen. Es lohnt sich der Besuch dieses einzigartigen Stollens, der Ihnen sicher viele bleibende Eindrücke hinterlassen wird. Informationen erhalten Sie im Tourismusverein oder direkt unter http://www.bergwerk.it/



 


 Das Kloster Säben
 



 


Säben (ital. Sabiona / lat. Sabione), gelegen auf dem "heiligen Berg" oberhalb von Klausen, war schon in der Jungsteinzeit besiedelt, am Ort des heutigen Klosters befand sich früher eine spätrömische Siedlung.


 


Vom 6. Jahrhundert befand sich hier bis ca. 960 ein Bischofssitz zu dem auch die ausgegrabene Kirche "im Weinberg" und ein großes Gräberfeld gehörten. Urkundlich belegt ist Bischof Ingenuin 579 als Teilnehmer der Synode von Grado.


 


Am 13. September 901 schenkte König Ludwig IV. dem Bischof Zacharias den Meierhof Prichsna, aus dem später Brixen entstehen sollte.


 


Der Bischofssitz wurde spätestens 960 unter Bischof Richbert nach Brixen verlegt. Danach blieb Säben eine bischöfliche Wehrburg. Im 14. und 15. Jahrhundert war die Burg Säben Sitz des Richters von Klausen und Verwaltungsmittelpunkt der südlichsten Gebiete des Bistums Brixen. Erst im 19. Jahrhundert zogen wieder Nonnen auf den Heiligen Berg.
 
 
Auf dem Villanderer Berg 2509 ist die
Weltkugel aus Stein abgebildet.